Schreiben im 21. Jahrhundert

Es geht hier um einen völlig neuen Ansatz zur Unterstützung der Arbeit am Computer. Die Anwendung heißt “write2gether” und soll schon bald in den offenen Beta-Test gehen.

Kurz gesagt: Dieses neue Schreibprogramm hilft den Menschen, alle Arten von Textprojekten – Artikel, Bücher, Haus- und Masterarbeiten an der Uni, White Papers, Unterlagen oder woran auch immer Sie gerade arbeiten – komfortabler, schneller und besser hinzukriegen.

Was meinen wir mit “Neues Schreiben”? write2gether geht über tradierte Textprogramme hinaus. Über die gewohnten Büroprogramme, mit denen vieles möglich ist, die aber die größten Schreibbremsen eher steigern als aus dem Spiel nehmen.

Und so gut wie jeder hat heute damit zu kämpfen – mit dieser automatisch und beinahe stündlich höher auflaufenden Flut an digitalem Input. Früher hatte man nur ein paar Bücher zur Hand, ein paar Fotokopien, eigene Notizen.

Heute kommen obendrauf noch E-Books, Online-Zeitungen und Zeitschriften, Input aus E-Mails und PDFs, Kommentare, Social-Media-Content, Diskussionsbeiträge in Foren, Open-Access-Material … Tonnen von Content und Infos.

"Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich mich kürzer ausdrücken können."

Der pyramidale Schreibprozess

Schon „kurz mal googeln“ kann eine oder zwei Stunden kosten und am Ende steht man da mit einem Trümmerhaufen an URL’s, halbgaren Informationen, bunten Infographiken, interessanten Gedanken, aktuellen und veralteten Daten sowie etlichen Dokumenten der Sorte „Too long, read later“.

Und wo war ich noch mal gleich in meinem eigenen Text, wenn ich nur mal kurz recherchieren wollte?! Während ich schlauer wurde, ist die Konzentration verpufft. Irgendwie blöd …

Mit Autofokus für den Text, an dem Sie gerade schreiben

Screen blanche, alles auf Anfang: Wie würde man heute einen digitalen Schreibtisch konzipieren, wenn man die Fortschritte der Digitalisierung und des Internets nutzt, um die schlimmsten Schreibbremsen zu lösen?

Genau mit dieser Frage haben wir uns beschäftigt. Und sind so auf ganz andere Themen gekommen als die, die heutige Schreibprogramme beherrschen. Zum Beispiel …

  • Wichtige Infos und Gedanken in viel kürzerer Zeit exakt zum eigenen Projekt passend aufspüren, egal in welchem Dokument sich der Input im Netz oder auf Ihrem eigenen Computer versteckt (auch in kostenpflichtigen Dokumenten? Mal sehen, wir sind dicht dran) …
  • Nie den eigenen Text aus den Augen verlieren (nie heißt nie, auch wenn man z. B. gerade mailt, chattet oder “googelt”) …
  • Kollaboration in jeder Form, ganz nach Bedarf … von Probe lesen lassen bis „social writing“ …
  • Eine Funktion wie Dropbox geht auch besser, wenn man sie direkt integriert …
  • Nie einen Text plötzlich wieder verlieren können, auch nicht wenn plötzlich der Strom ausfällt …
  • In Hamburg die Anwendung schließen, in München wieder starten – und alles (alle Tabs, der Cursor, etc.) ist wieder so am Platz auf dem Screen wie in dem Moment, als ich den Laptop ausgeschaltet habe.

Das sind einige Punkte und Andeutungen, was wir mit write2gether ermöglichen. Technisch ist das alles keineswegs trivial. Integriert in die Anwendung sind “intelligente” Technologien, die es bislang nur in speziellen Unternehmensanwendungen gibt oder sogar nur in Forschungslaboren, aber nicht in einer Anwendung für alle.

Das Resultat ist “Schreiben im 21. Jahrhundert”

Wenn Sie einen Artikel, ein Paper, eine Hausarbeit schreiben, mit anderen zusammen an einem Buch arbeiten oder was auch immer Nützliches tun, dann ist dies für Sie mit diesem neuen Schreibprogramm sehr viel komfortabler als bisher. Ihr digitaler Schreibplatz ist  aufgeräumter und mobiler, das Schreiben kann aus dem Stand heraus in einen frei bestimmbaren sozialen und kollaborativen Modus wechseln und vor allem bekommt der kreative Schreibprozess „intelligente Beschleunigung“ genau an der Stelle, wo heute die größten Bremsen liegen.

Das Konzept ist keine „Bierdeckelidee“. Aus dem Kern, wie er sich jetzt für den Beta-Test abzeichnet, ergeben sich noch mehr Möglichkeiten. Beispielsweise auch in Richtung einer völlig neuen Sorte von Community … in Richtung Self-Publishing …

Wir meinen sogar, wir haben zur Zeit noch nicht vollständig entdeckt, was wir auf dem Kontinent “neues digitales Schreiben” noch alles erfinden können. Und was sich alles mit einem solchen Gedankenwerkzeug anstellen lässt.

Dieser Blog erzählt in den nächsten Wochen und Monaten mehr über das Projekt. Und Sie können hier verfolgen, wie wir uns unter Ächzen, Seufzen und Schwitzen, aber dafür unaufhaltsam der Beta-Phase nähern.

Wenn Sie unser Vorhaben interessant finden, teilen Sie es bitte anderen mit? Warum das wichtig wäre, erzähle ich demnächst.

Dankeschön.

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Sie sichern sich ein Beta-Ticket, indem Sie sich bereits heute anmelden (einfach mit E-Mail-Adresse).

(Die Tickets gehen später heraus in der Reihenfolge, wie die Anfragen hereinkamen.)

5 Responses

  1. gunda patzke sagt:

    hört sich schlüssig an, bin neugierig geworden.
    gruß gunda patzke

  2. Detlev Six sagt:

    Da bin ich aber gespannt, wenn die Absicht auf die Umsetzung prallt. Bin gerne dabei, auch weiterempfehlend.

  3. Vivienne Rudolph sagt:

    Intelligente Beschleunigung klingt gut.
    Auf ins Neue, ich möchte mehr erfahren!

  4. Rolf Todesco sagt:

    ich bin weiterhin sehr gespannt – vor allem auch darauf, ob hier dann die Gespräche nicht so rasch abbrechen, wie in den Kommentaren im FBg+-Bereich

  5. Ulrike Gießmann sagt:

    Würde gern testen …

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