6 Dinge von über 100, die Du mit write2gether machen kannst

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write2gether wächst weiter.

Ja, nicht so schnell, wie erhofft. Wer dafür das bekannte Hauptproblem deutscher Startups verantwortlich machen möchte, liegt zu 80 Prozent richtig. Und die anderen 20 Prozent hängen auch damit zusammen.

Wir sind inzwischen bei Version 1.07 angelangt und in „Closed Alpha“. Es gibt sogar jemanden, der bereits auf write2gether ein Buch zu einem pädagogischen Thema verfasst.

Woran arbeiten wir nun genau? Kurz und zusammenfassend gesagt: write2gether ist „Schreiben, „Wissen“ und „Kollaborieren“ in einem.

Ihr könnt damit fließend produktiv sein, weil bislang getrennte Anwendungen endlich logisch integriert sind. Im Einzelnen könnt Ihr:

  • schreiben,
  • Wissen importieren,
  • Wissen finden in den eigenen Dokumenten, im Web und in Angeboten von Verlagen, mit der Unterstützung einer sich allmählich verfeinernden semantischen Suche,
  • ihr könnt in jeder erdenklichen Weise kollaborieren,
  • auf verschiedenen Wegen kommunizieren,
  • künftig auch ins Web hinein publizieren.

Und dies alles und noch viel mehr passiert auf einem einzigen Screen, was auf Touchscreens und Laptops eine Riesenerleichterung ist.

Um das ganze etwas anschaulicher zu erzählen, hier 6 Dinge von über 100, die ihr mit write2gether machen könnt …

1. Mir fehlt eine Info und da ist sie schon.

Ich schreibe an einem Text über die „Ökonomie des Kakaoanbaus in Ostafrika im Vergleich zu Ecuador“. Ich weiß wenig dazu. Erste Maßnahme also: Websuche. Aber …

… dazu muss ich nicht mehr in eine andere Anwendung wechseln! Das Suchfeld ist schon integriert. Ich gebe ein „Kakaoanbau wirtschaftlich“ – und zack habe ich direkt neben meinem Text die Ergebnisse der Web-Suche. Das sieht so aus …

w2g-WebsucheKakao

Schön übersichtlich. Ich klicke ein Fundstück an … und werte den Fund direkt auf meinem „Schreibtisch“ aus. Wie ihr es hier beispielhaft seht:

w2g-Websuche-ErgebnisKakaoAnsehen

Frage: Wie oft muss ich sonst beim „Content erstellen“ etwas im Web suchen? Ungefähr häufig bis ständig. Es ist einfach der Normalfall.

Flüssiges Verfassen von Artikeln, Gutachten, Hausarbeiten, Aufsätzen, Plänen, etc. – das ist bisher nur zu haben, wenn man sich einen zweiten Monitor aufbaut. Der wird jetzt nicht mehr benötigt.

2. Ich suche das Wissen, das ich abgespeichert habe – und finde es sofort.

Ich kann auch direkt in den Dokumenten recherchieren, die ich zu dem Thema schon habe. Das geht über die semantische Suche. Die versteht mich besser als die nacke Stichwort-Suche. Zum Beispiel berücksichtigt sie den Kontext, in dem ich mich mit meinem Projekt gerade befinde.

Die semantische Suche starte ich daher in meinem Text. Ich markiere einen Passus, klicke auf „Recherche“. Damit frage ich die Maschine: Kannst du mir hierzu in meinen Dokumenten Wissen finden? Möglichst genau passend? Die Wissensmaschine in write2gether kann das, was ungefähr so aussieht …

w2g-BeispielRecherche

Ich bekomme nicht nur den Hinweis auf den Artikel oder das Buch als solches, sondern die semantische Wissensmaschine schlägt mir gleich die betreffenden Seiten vor. In diesem Fall findet sie etwas auf 30 Seiten in 5 verschiedenen Dokumenten.

Beschleunigungseffekt für den Schreibprozess: hoch.

3. Ich suche Expertenwissen, weiß nicht wo und finde es sofort.

Jetzt wird es ein wenig futuristisch. Aber es handelt sich um die nahe Zukunft.

Ich überlege mir, zum Thema „Ökonomie des Kakaoanbaus“ müssen doch schon echte Experten etwas geschrieben haben. Vielleicht Journalisten, die vor Ort herumgereist sind? Oder Wissenschaftler, die einige Aspekte bis ins Kleinste aufgedröselt haben?

Und die Recherche kann auch das – sie kann für mich in Zeitungen, Magazinen, wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern suchen, mit Bezug zu meinem augenblicklichen Kontext.

Und wieder bekomme ich nicht etwa nur Titeldaten, sondern erhalte genau die Stellen, die in diesen Dokumenten für meine Arbeit, nein, für den markierten Absatz, relevant sind. Klick und das Dokument öffnet sich genau an den für mich wichtigen Stellen. So sieht das komplett aus, was ich vor mir sehe:

w2g-BeispielRechercheBauern

4. Ich brauche sofort Zugang zu kostenpflichtigem Content – und bekomme ihn.

Die Recherche weist mich auch auf einen Artikel hin, der vor 3 Jahren in der Frankfurt  Times erschienen ist und mich dringend interessieren müsste. Hätte ich über Google vermutlich nie gefunden, hier sofort.

Die Frankfurt Times lebt allerdings von ihrer Arbeit (das gibt es noch hier und da) und bietet mir daher den Artikel für  48 Cent an.

Mmmh. Der Artikel scheint genau zu passen, stammt aus einer guten Quelle … ich glaube, ich brauche den Artikel für meine Arbeit. Wichtigkeit ist doch ein unschlagbarer Kaufgrund. Ein Klick, von meinem Account wandern 48 Cent an die Frankfurt Times, dafür wandert der Artikel in meinen Themenordner.

Das geht alles ganz schnell und vor allem bequem: Den Artikel lese ich gleich „auf meinem Schreibtisch“, ich kann ihn wunderbar auswerten, einen Passus in eine Notiz umwandeln – eben alles in einer Anwendung. Denn tatsächlich stoße ich auf einen hoch interessanten Aspekt der Kakao-Ökonomie (nämlich wann und wie sich der Kakao-Pflanzenschutz überhaupt rechnet).

5. Ich brauche einen Helfer – und muss nicht lange suchen.

Ich schreibe weiter an meinem Kakaothema, und die Arbeit wird mir an einigen Stellen sauer. Warum? Es wird schwierig. Auf einmal komme ich in die internationale Agrarpolitik, Entwicklungspolitik, Preisabsicherungen an der Börse in Chicago, Vorabverkäufe, Agrargesetzgebung in Ghana – Hilfe! Wo ist ein Experte, der mir hilft?

Jetzt kommt mein Netzwerk ins Spiel, das ich auf write2gether habe – das Adressbuch namens “Kontakte”. Hat nicht … die Eliza schon mal in Ecuador gearbeitet?! Und Jürgen weiß doch etwas über Entwicklungspolitik.

Beide gehören schon zu meinen write2gether-Kontakten. Ich füge sie – klick, klick – zum Projekt-Team hinzu (klar, sie kriegen eine automatische Nachricht) und außerdem schreibe ich ihnen eine kurze Nachricht: „Bitte, kannst Du mal Kapitel 3 lesen und kommentieren? Ist das alles so richtig? Brauche Input. Oder kennt ihr jemanden, der mehr weiß?“

So werden Freunde zu Kollegen. (Und in einer Firma verwandeln sich Kollegen zu Freunden, weil sie einem plötzlich wirklich helfen.)

6. Ich muss mein Netzwerk erweitern – das geht wie auf Facebook.

Eliza liest den Text, macht gute Anmerkungen, und chattet: „Frag doch mal Julio Borrado.“ – „Wer ist das?“ – „Agrarökonom. Arbeitet bei der GIZ.“

Ich gehe auf „Neuer Kontakt“ , schau nach Julio … da ist er schon. Klick, Kontaktanfrage ist raus. Der sieht die Einladung, sieht sich mein Profil an, sieht, woran ich arbeite, nimmt den Kontakt an.

So vergrößert sich mein Netzwerk. Um Menschen, mit denen ich über gemeinsame Interessen verbunden bin. Und Menschen, mit denen ich verbunden bin, kann ich in ein Projekt hereinholen, um mit ihnen zu kollaborieren. Also habe ich kurz darauf Julio Borrado im Kakao-Projekt-Team.

Und kurz darauf weiß ich, warum ich das Kapitel 3 teilweise neu schreiben muss.

Und wie ist nun der Status bei write2gether?

Das waren jetzt 6 wichtige Funktionen. Es gibt noch mehr, zum Beispiel “Tasks”. Oder Kapitel-Management. Themen-Management. Alles da, was ihr für eine spontane, gute Kollaboration braucht.

Das Entscheidende ist: Ihr könnt damit in Hunderten von Anwendungsfällen bequemer, wissender, schneller und unterstützter arbeiten. Sehr interessant für Arbeitsgruppen an der Uni, in Kulturprojekten, in Firmen. (Nebenbei: Unternehmen bekommen mit write2gether auch ein komplikationsloses Wissensmanagement.)

Der Status ist typisch für Softwareentwicklungen: Wir iterieren.

Iterationen sind Wiederholungen von Prozessschritten. Sie entstehen jedesmal, wenn man neue Features einbaut, eingebaute Features verbessert und dann aus den Verbesserten die Bugs vertreibt.

Beim Kuchenbacken kannst Du nichts mehr ändern, wenn das Ding einmal im Ofen ist. Beim Codieren holst Du den Kuchen dagegen immer wieder aus dem Ofen heraus und tust ihn zurück in die Rührschüssel. Das ist Iterieren in seiner besonders agilen Form.

Inzwischen funktioniert schon vieles ziemlich gut.

Das ist von der Architektur und vom Coding her nicht trivial, weil wir von vornherein das Backend wirklich sauber skalierbar aufbauen wollen. Wenn 50.000, 100.000 oder 1.000.000 User alle gleichzeitig etwas schreiben und pro Sekunde 100.000 Buchstaben in den Speicher prasseln, sofort automatisch gespeichert, dann ist dafür eine komplexe Datenbank-Architektur erforderlich, die einiges können muss.

Derzeit haben wir etwa 200 Tickets offen, aber bis Beta sind es vielleicht nur noch 20 bis 30, die unbedingt erledigt werden müssen.

Die iOS-App soll dann auch möglichst bald da sein. Die Entwürfe stehen und kommen gut an:

  • „Die App für iPad ist das Beste, was ich seit hunderten Projekten gesehen habe.“

Sagt die Entwicklerin, die die App mit umsetzen wird. Sie hat in den letzten Jahren unglaublich viele App-Projekte angeboten bekommen und sagt, die write2gether-App sei für sie das Beste und Interessanteste …

Wir brauchen „Co-Visionäre“

“Niemand erreicht alleine sein Ziel.” (Goethe, aus dem Gedächtnis zitiert.) Deshalb haben wir in den letzten 10 Monaten auch viel Zeit nur mit Gesprächen zugebracht. Teilweise auch nur versucht, gewisse Gespräche zu führen. (Erstaunlich, wer sich als ansprechbar erweist und wer nicht.)

Unsere Haltung gegenüber Rückschlägen ist: Es gibt keine Rückschläge, es gibt nur Verlangsamungen. Irgendwie ziehen wir das durch.

Es ist allerdings klar, dass wir Co-Visionäre brauchen. Entwicklungspartner, Finanzierer und Menschen im Gründerteam, die die Dinge können, die wir nicht so gut können.

Vielleicht machen wir schon in 2 bis 4 Wochen eine wichtige Ansage, dass wir plötzlich die passenden Sieben-Meilenstein-Stiefel gefunden hätten.

Demnächst mehr darüber (wirklich demnächst). Und gerne direkt hier Fragen stellen. Und hier anmelden zum Betatest.

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